Samstag, 27. Juni 2009

Unterlagen vorab - Gedanken in Vorbereitung zum Thema Wirtschaftskrise

Nun ist der dicke Stapel Papier als Vorbereitung zur Sitzung wohl komplett eingegangen; viele Zahlen (mittelfristige Finanzplanung); etliche Förmliche Anfragen und Anträge, da sieht man was die Kollegen - meist Gesprächskreis übergreifend - bewegt oder was Synodale voranbringen wollen.

In der Vorbereitung zum Top: "Analyse und Positionierung der Landeskirche zur Finanz- und Wirtschaftskrise" liegt ein Text als Beschlussvorschlag des zuständigen Ausschusses (Kirche, Gesellschaft, Öffentlichkeit) bei. Manch interessante Anregungen darin - aber was hat denn 'die Kirche' hier zu sagen?
Kritisches grundsätzliches Hinterfragen des so durchgängig geübten kaptialistischen System fehlt mir. Da ist Christian Führer - der frühere Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig in seiner Autobiographie " Und wir sind dabei gewesen" die ich jüngst mit großem Gewinn las, doch deutlicher: "...noch der Realsozialismus mit seiner atheistisch-materialistischen Weltanschaueung haben uns ein Erbe hinterlassen, mit dem man in die Zukunft leben kann. Sie haben die Menschen getäuscht, das Erbe verbraucht und sind bankrott gegangen. Auch der globale Raubtierkapitalismus wird nicht bleiben, wird kein Erbe hinterlassen, mit dem man in die Zukunft leben kann." Was folgert daraus: Kein System darf "heilggesprochen werden", sondern "Jedes System muss im Sinne Jesu vermenschlicht werden". Wer soll das tun? "Ihr seid das Salz der Erde", => sagt Jesus.
Na denn - dann haben wir was zu tun !

Einen kürzlich veröffentlichten Bischofsvideo gibts zum Thema hier:


Landesbischof July fordert Umdenken in Wirtschaft und Politik



Bin mal gespannt - wie sich das Thema am Freitag nachmittag entwickelt.